Krankheitsbild

Während beim gesunden Menschen die Hornzellen der Haut in einem 28-Tage-Rhythmus unauffällig an die Hautoberfläche gelangen, ist bei Psoriasis-Patienten aufgrund einer Stoffwechselstörung der oberen Hautschicht (Epidermis) die Phase der Abschuppung auf vier bis sechs Tage verkürzt. Stark schuppende, punktförmige bis handtellergroße Hautstellen (häufig an den Knien, Ellenbogen und der Kopfhaut), die weißlich-silbrig aussehen, manchmal jucken, bluten oder nässen und den Körper in Einzelfällen sogar ganz bedecken können, sind die Folge.
 

Neben der Haut können auch Gelenke und Finger- bzw. Zehennägel befallen sein. Ab einer mittelschweren Ausprägung der Psoriasis ist auch das Risiko für die Entwicklung von Begleit- und Folgeerkrankungen wie Adipositas, Diabetes, Stoffwechselstörungen, Bluthochdruck oder koronarer Herzerkrankung erhöht. Die Betroffenen sind in ihrer Lebensqualität sowie ihrem psychischen und psychosozialen Verhalten häufig stark beeinträchtigt, auch Depressionen können eine Folge sein.

 

Die Ursachen der Psoriasis sind bislang noch nicht umfassend geklärt. Klar ist jedoch, dass Entzündungsvorgänge eine zentrale Rolle spielen. Für den erstmaligen Ausbruch oder für das Auslösen eines neuen Schubs sind häufig zusätzliche Auslösefaktoren wie Stress, Ernährungsfehler, Infektionen, Medikamente sowie Pflegemittel oder Kosmetika, verantwortlich. Die ersten Krankheitssymptome können bereits im Kindes- oder Jugendalter, aber auch erst ab dem 40. Lebensjahr auftreten. Die „Psoriasis vulgaris" oder „Plaque-Psoriasis" ist die häufigste Form der Schuppenflechte. Typisch sind die rot-entzündlichen Herde (Plaques) auf der Haut mit silbrig-weißer Schuppung, die sich scharf von der gesunden Haut abgrenzen. 80% der Menschen, die an einer Psoriasis leiden, sind hiervon betroffen. 

 

Die Schuppenflechte ist nicht ansteckend, jedoch häufig mit erheblichen Folgen für Gesundheit, Lebensqualität und Beruf der betroffenen Patienten verbunden. Untersuchungen haben gezeigt, dass Psoriasis hinsichtlich der körperlichen und seelischen Beeinträchtigung der Lebensqualität auf einer Stufe mit so schwerwiegenden Erkrankungen wie Krebs, Herzerkrankungen oder Zuckerkrankheit steht. Die Bedrohung der körperlichen und seelischen Gesundheit von Psoriasis-Patienten geht häufig deutlich über die eigentlichen Hautbeschwerden hinaus. Bei der Therapie der Schuppenflechte steht daher nicht allein die Besserung der körperlichen Symptome, sondern auch die Verbesserung der Lebensqualität im Fokus.

 

Psoriasis ist bisher nicht heilbar, aber gut anhaltend therapierbar. In Deutschland steht eine Vielzahl von Therapien zur Verfügung. Die individuell richtige Therapie ist immer auch vom Patienten und seinen Bedürfnissen abhängig. Dabei spielen die Schwere der körperlichen Symptome und die Wirksamkeit des Therapeutikums eine entscheidende Rolle. Zudem muss die ausgewählte Therapie auf lange Sicht sicher sein, da es sich bei der Psoriasis um eine lebenslange Erkrankung handelt, die in den meisten Fällen auch dauerhaft behandelt werden muss.

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