Schuppenflechte ist mehr als eine Hauterkrankung – sie ist eine Entzündungserkrankung im gesamten Körper und kann mit anderen Erkrankungen einhergehen

 

Eine Schuppenflechte kommt selten allein, so der aktuelle Forschungsstand. Die Psoriasis birgt, abhängig vom Schweregrad, ein höheres Risiko für die Entstehung von Folge- und Begleiterkrankungen.

 

Mittelschwer bis schwer betroffene Psoriasis-Patienten haben beispielsweise im Vergleich zu Nicht-Betroffenen ein 2,5-fach erhöhtes Diabetesrisiko, 20% leiden unter Bluthochdruck, bis zu 30% entwickeln eine Psoriasis-Arthritis, das Herzinfarktrisiko ist 3-fach erhöht und 63% leiden bereits an Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen. Auch Psoriasis-Arthritis, Morbus Crohn, COPD, gastroesophagealer Reflux, Schmerzen und Depressionen können Folge- oder Begleiterkrankungen einer Psoriasis sein.

 

Experten sind sich einig, dass rechtzeitig etwas gegen die Entstehung bzw. das Voranschreiten der Folgeerkrankungen unternommen werden sollte. Ein frühzeitiges Eingreifen kann möglicherweise verhindern, dass durch die systemische Entzündung eine Insulinresistenz entsteht, die wiederum zu einer Arteriosklerose führen und in einem Herzinfarkt münden kann. Ab dem Moment der Insulinresistenz befindet sich der Patient in einer Entwicklung, die jeder Internist und Kardiologe genauestens kennt. Diese ‚Ereigniskaskade‘ gilt es frühestmöglich zu stoppen. 

 

Systemische, das heißt innerlich wirksame Psoriasis-Therapien spielen hierbei eine zentrale Rolle. Diskutiert wird aktuell, ob sie die Entzündung aufhalten, bevor weitere Erkrankungen entstehen. Innerlich wirksame Medikamente müssen jedoch den Anforderungen an eine Langzeitsicherheit und Dauerwirksamkeit gerecht werden. Gerade bei relativ jungen Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Ausprägung der Schuppenflechte ist die rechtzeitige systemische Behandlung bedeutsam, um die möglichen späteren Begleiterkrankungen als Folge der jahrelangen entzündlichen Aktivität zu verhindern.

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